02 / DGUV V3 · ELEKTRISCHE SICHERHEIT

Warum mussgeprüft werden?

MSK prüft ortsveränderliche Elektrogeräte nach DGUV Vorschrift 3, nicht nur Kaffeemaschinen. Einsatz, Prüfbedarf und Dokumentation werden passend zum Betrieb abgestimmt.

BetrSichVDGUV Vorschrift 3TRBS 1201Dokumentation
VERANTWORTUNGDer Betrieb organisiert.Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen werden aus der Gefährdungsbeurteilung abgeleitet.
QUALIFIKATIONDie befähigte Person prüft.Berufsausbildung, Berufserfahrung und zeitnahe Tätigkeit müssen zur Prüfaufgabe passen.
PRÜFWEGIst-Zustand gegen Soll-Zustand.Ermitteln, vergleichen und Abweichungen fachlich bewerten.
NACHWEISDas Ergebnis bleibt auffindbar.Art, Umfang, Ergebnis und prüfende Person werden dokumentiert.
BETRSICHV § 3 ABS. 6Prüfung beginnt mit dem Einsatz.

Der Arbeitgeber ermittelt Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen passend zu Arbeitsmittel und Einsatzbedingungen.

Gefährdungsbeurteilung → Prüfaufgabe

Prüfimpuls bereit.

Illustration zur Prüfung verschiedener elektrischer Betriebsmittel in der Werkstatt
PRÜFUNG / NACHWEIS

Sicherheit entsteht
durch genaues Hinsehen.

MSK / PRÜFPFAD

Vom Gerät
zum Nachweis.

Erkunde die drei Ebenen. Jede zeigt ein anderes Bild, andere Informationen und ihren festen Platz im Gesamtprozess.

1 von 3 Ebenen erkundet
Elektrisches Betriebsmittel wird in der Werkstatt erfasst
Gerät eindeutig zuordnenEinsatzbedingungen erfassenPrüfaufgabe festlegen
01 / ERFASSENWas steht im Betrieb?

Gerät, Standort und Einsatz werden eindeutig aufgenommen. Erst dann lässt sich der passende Prüfweg festlegen.

✓Prüfkette vollständigErfassen · Prüfen · Dokumentieren

Die Darstellung erklärt den Ablauf. Welche Sichtprüfungen, Messverfahren und Funktionsprüfungen erforderlich sind, entscheidet die konkrete Prüfaufgabe.

MSK / FAKTEN STATT FLOSKELNElektrische Sicherheit ist kein Aufkleber. Sie ist Organisation, Prüfung und nachvollziehbarer Nachweis.

Vier Bausteine. Eine nachvollziehbare Verantwortung.

Die Regeln greifen ineinander. Die Gefährdungsbeurteilung beschreibt den tatsächlichen Einsatz. Daraus entstehen Prüfaufgabe und Prüffrist. Der technische Zustand wird fachlich bewertet und das Ergebnis bleibt dokumentiert.

BETRSICHV § 3 ABS. 6Prüfbedarf festlegen

Art, Umfang und Fristen erforderlicher Prüfungen werden vom Arbeitgeber ermittelt und festgelegt.

BETRSICHV § 14Anlässe berücksichtigen

Je nach Arbeitsmittel sind Prüfungen vor Verwendung, wiederkehrend oder nach besonderen Ereignissen erforderlich.

DGUV VORSCHRIFT 3 § 5Zustand prüfen lassen

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel müssen in ordnungsgemäßem Zustand erhalten und zu den erforderlichen Anlässen geprüft werden.

BETRSICHV § 14 ABS. 7Ergebnis aufzeichnen

Art, Umfang, Ergebnis und prüfende Person gehören in den Nachweis; elektronische Aufzeichnungen sind zulässig.

Eine Prüffrist wird abgeleitet. Sie wird nicht geraten.

Eine starre Jahreszahl passt nicht automatisch zu jedem Gerät. Entscheidend sind der konkrete Einsatz, die Umgebung, die Beanspruchung und die bisherigen Erfahrungen im Betrieb.

WAS BEEINFLUSST DIE FRIST?Einsatzbedingungen

Feuchtigkeit, Hitze, Schmutz, Publikumsverkehr oder mechanische Belastung verändern das Risiko und damit die notwendige Organisation.

Ergebnis: fachlich begründete Frist statt pauschalem Kalenderwert.

Sechs Schritte ergeben erst zusammen ein belastbares Ergebnis.

Der genaue Umfang richtet sich nach Prüfobjekt und Prüfaufgabe. Die praktische Reihenfolge sorgt dafür, dass Beobachtung, Messung und Bewertung nicht voneinander getrennt betrachtet werden.

01 / IDENTIFIZIERENBestand klären.

Prüfobjekt, Standort, Kennzeichnung und Einsatz werden eindeutig zugeordnet.

Prüfung erledigt. Organisation läuft weiter.

Das Betreuungsmodell verbindet Gerätebestand, Prüfhistorie, Fristen und Terminorganisation. Welche Leistungen enthalten sind, hängt vom Tarif ab.

BETREUUNG

Basic

ab 79 € netto / Jahr
  • digitales Geräteinventar
  • digitale Prüfprotokolle & Prüfhistorie
  • Fristenüberwachung & Erinnerung
  • 3 % Preisvorteil auf Prüfleistungen
BETREUUNG

Business

ab 179 € netto / Jahr
  • für größere Gerätebestände
  • intensivere organisatorische Betreuung
  • höchste Priorität im vorgesehenen Tarifmodell

Wichtig: Die Betreuung ist keine unbegrenzte Prüf-Flatrate. Die eigentliche Prüfleistung wird weiterhin nach Geräteanzahl, Geräteklasse, Prüfaufwand, Standort/Servicegebiet und Tarifumfang berechnet. Preise sind Ab-Preise.

Die Fragen, die vor dem nächsten Schritt geklärt sein sollten.

Muss jedes elektrische Gerät automatisch einmal pro Jahr geprüft werden?

Nein. Eine pauschale Jahresfrist für jedes elektrische Betriebsmittel ist fachlich falsch. Prüffristen werden aus der Gefährdungsbeurteilung und der konkreten betrieblichen Situation abgeleitet; Richtwerte dürfen nicht ungeprüft übernommen werden.

Wer legt die Prüffrist fest?

Nach BetrSichV § 3 Abs. 6 liegt die Festlegung erforderlicher Prüfungen und wiederkehrender Prüffristen beim Arbeitgeber. Fehlen ihm die notwendigen Kenntnisse, ist fachkundige Unterstützung sinnvoll.

Wer darf prüfen?

Für Prüfungen nach § 14 BetrSichV ist eine zur Prüfung befähigte Person erforderlich. Für elektrische Prüfaufgaben kommen zusätzlich elektrotechnische Qualifikationsanforderungen hinzu; TRBS 1203 und die DGUV Informationen konkretisieren dies.

Was passiert, wenn ein Mangel festgestellt wird?

Die DGUV Vorschrift 3 verlangt, festgestellte Mängel unverzüglich beheben zu lassen; bei dringender Gefahr darf das Betriebsmittel im mangelhaften Zustand nicht weiterverwendet werden.

Ist das VDE-Abo eine Prüf-Flatrate?

Nein. Das Abo organisiert Betreuung, Bestand, Historie, Fristen und je nach Tarif Terminplanung beziehungsweise Vorteile. Die eigentliche Prüfleistung wird weiterhin separat kalkuliert.

NÄCHSTER SCHRITT

Prüfbedarf verstehen – und danach die passende Betreuung auswählen.